Durchgehört // The Hunna – 100 (Album)

Foto: The Hunna / Warner Music
Foto: The Hunna / Warner Music

Da ist es also: das Debüt von The Hunna mit dem Titel „100“. Erstmals sind die vier Londoner mit „Bonfire“ in Erscheinung getreten und schafften es auf Anhieb als „tune of the week“ auf die Playlist. Die große Frage – was taugt das Debüt?

Gehypte Bands und das Debütalbum – das ist ein Thema für sich. Das beste Beispiel, wie es nach Hinten losgehen kann, boten Anfang August bereits die Blossoms. Unter Zeitdruck wurden alte Songs mit einigen hingeklatschten neuen Songs zu einer dürftigen Scheibe vermischt (-> Durchgehört // Blossoms – Blossoms). Nun sind The Hunna an der Reihe, Ende August erschien der Longplayer mit dem Namen „100“. Die Scheibe weist ganze 16 Tracks auf und kann wirklich überzeugen.

the-hunna-100-album-coverZu allererst: The Hunna präsentieren eine Platte, die einen unfassbaren positiven und packenden Vibe mit sich bringt. Sei es der Indie-Banger „Bonfire“ oder die zweite Single „You & Me“ – man ertappt sich fast durchgehend auf Albumlänge, dass der Kopf mitnickt oder die Füße nicht mehr still halten können. Passenderweise zum aktuellen Spätsommer der perfekte Soundtrack. Der rote Pfaden ist wirklich unverkennbar, mir ist nach mehrmaligem Hören bis heute kein Ausreißer zu Ohren gekommen. Es ist eine Unbekümmertheit einer jungen Band, die leider nur noch selten bei Newcomern zu entdecken ist. Vielleicht hängt es auch damit zusammen das The Hunna auch immer mit dem Mob im Schlepptau Ihrer „H-Gang“ sind. Verrückte Vögel, wie man bereits in den Videos erkennen kann.

Die Palette an Variationen im Sound ist beeindruckend. Ob Druckvolle Tunes, Uptempo Tracks oder auch die ruhigere Nummer wie „World is Ours“, die fast gefährlich nahe den Pop küsst, der aber durch den Chorus direkt wieder im typischen „The Hunna“-Style den Wurf zurück in den Indie-Rock gelingt. Überhaupt zeichnet sich das Album durch die eindringliche Stimmgewalt von Frontmann und Leadsänger Ryan Potter aus.

Für mich persönlich ist „100“ die bisher beste Platte in 2016 und eine verdiente Top 20 Platzierung der Album Charts in England. Wer Indie-Rock mag kommt an diesem Album nicht vorbei.

Anspieltipps: Bonfire, She’s Casual, Brother, Piece By Piece, World Is Ours, Coming Home


blogtunes.de Record-Store

Ein Gedanke zu „Durchgehört // The Hunna – 100 (Album)

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *